Rahmenprogramm
| Titel | Wann | von/mit | Ort |
| Singer-Songwriter-Frühstück | Mittwoch, 22.04. um 10:00 |
Studierende der HS Offenburg | Radio Gaga Social Club |
| Screening: Projekt Katie – Serie | Mittwoch, 22.04. um 14:00 |
Studierende der Medienfakultät | Radio Gaga Social Club |
| STAU/FALL – Klang, Körper und Staudamm (Film & Gespräch) | Mittwoch, 22.04. um 18:30 |
Daniel Fetzner, Adrian Schwartz, Ephraim Wegner und Simon Feller | Kino 8 |
| Seminar: Kaffeeklatsch – Die Selbstdarstellung der Regie | Donnerstag, 23.04. um 13:00 |
Michaela Kobsa-Mark, Adrian Schwartz | Radio Gaga Social Club |
| shorts Konzert & Party |
Donnerstag 23.04. um 21.00 Uhr | Studierende der HS Offenburg | Spitalkeller |
| Seminar: Stoffentwicklung im Dokumentarfilm |
Freitag 24.04. 10:00 bis 13:00 |
SWR/ arte-Redakteurin Gudrun Hanke-El Ghomri und dem Kölner Produzent Erik Winker |
Hochschule Offenburg / Raum D001 |
| Mittellangfilm: Lehitraot Paneldiskussion im Anschluss |
Freitag, 24.04. um 16:00 (95 Min.) |
Joshua Ewert im Gespräch mit Kevin Harfiel & Sabine Burg | Kino 8 |
| Ausstellung: ‘Porträts auf der Lichtlinie’ im Wechsel mit re:main – interaktive 3D Soundinstallation | 21. – 23.04. je 12.00 – 20.00 | Lada Kovalchuk, Marc Ulrich, Oliver Rathgeber, Sandro Halder | Billetsches Schlösschen im Bürgerpark |
21. bis 23.04.2026, jeweils 12:00 bis 20:00 Uhr | Billetsches Schlösschen im Bürgerpark | Eintritt frei
Porträts auf der LichtlinieLada Kovalchuk
Lada Kovalchuk
Ein multimediales Ausstellungsprojekt im Billetschen Schlösschen im Bürgerpark
Es geht um Verlust, Widerstandsfähigkeit und die Suche nach neuem Gleichgewicht. Das Projekt erzählt die Geschichten von drei Menschen in der Ukraine – Zivilist:innen und Veteran:innen –, deren Leben durch den Krieg und körperliche Versehrtheit unwiderruflich verändert wurde. Das Projekt beschränkt sich jedoch nicht auf die Darstellung von Schmerz und Trauma. Vielmehr beleuchtet es auch Stärke, Widerstand und die Fähigkeit, trotz großer Herausforderungen nach vorne zu blicken.
Anders als reine Kriegsberichterstattung fokussiert sich das Projekt nicht auf das Trauma, sondern auf die Agency der Protagonist:innen: Wie gestalten sie ihren Alltag mit Prothesen? Wie finden sie Sinn in einer neuen Realität?
21. bis 23.04.2026, jeweils 12:00 bis 20:00 Uhr | Billetsches Schlösschen im Bürgerpark | Eintritt frei
re:main – interaktive 3D Soundinstallation
Marc Ulrich, Oliver Rathgeber, Sandro Halder
re:main ist eine interaktive 3D Soundinstallation, in der sich eine räumliche Klanglandschaft durch Bewegungen der Besucher in Echtzeit verändert. Das Material basiert auf Klangfragmenten, ist jedoch so stark transformiert, dass die Quelle nicht erkennbar ist. Zuerst zählt die unmittelbare Erfahrung, um danach eine zweite Ebene der Wahrnehmung aufzubrechen.
Mittwoch 22. April 18.30 Uhr FORUM Offenburg, Kino 8
STAU/FALL – Klang, Körper und Staudamm (Film & Gespräch)
Daniel Fetzner, Adrian Schwartz, Ephraim Wegner und Simon Feller
Das Forschungsprojekt BECOMING RIVER untersucht den Fluss Murg als terrestrisches System. Ein Teil der dreijährigen Forschung ist der Film STAU/FALL, der die Spannung zwischen berechneter Klangordnung und verletzlicher Körperlichkeit offenlegt.
Der Film dokumentiert eine Performance und ein Konzert an der Schwarzenbachtalsperre. Zwei Bildräume laufen im Split-Screen parallel: Auf der einen Seite eine bemessene Klangkomposition, auf der anderen eine fragile, suchende Figur – ein vom Himmel gefallener Philosoph aus dem 17. Jahrhundert mit Fallschirm – der diese Ordnung irritiert und körperlich erfahrbar macht. Es entsteht ein Experiment über Stoff- und Energieflüsse, Wahrnehmung und Widerstand. Der Ort wird dabei zum Akteur: Staumauer, Wasserfläche und unterirdische Druckstollen erscheinen als Nervensystem aus Energie, Zeit und Geschichte. Kameras und Mikrofone sind Instrumente der Messung und des künstlerischen Ausdrucks. Rhythmusstörungen und Latenzen machen sichtbar, dass jede scheinbar stabile Struktur, jedes Monument von Unsicherheit durchzogen ist. Landschaft erscheint als dynamisches Gefüge, in dem Körper, Infrastruktur und Umwelt miteinander verbunden sind.
Als Teil des Interreg-Forschungsprojekts CLIM’ABILITY CARE untersucht das Labor für Medienökologie die Frage, wie ästhetische Praktiken als Erkenntnismethoden wirken und komplexe Umweltzusammenhänge jenseits rein wissenschaftlicher Modelle zugänglich machen. Im Anschluss an das Screening diskutieren der Geograph Rüdiger Glaser von der Universität Freiburg mit Daniel Fetzner, Ephraim Wegner und Adrian Schwartz über das Verhältnis von Kunst und Wissenschaft. Wie kann künstlerische Forschung unseren Erkenntnisgewinn verändern und Wissen körperlich erfahrbar machen?
Der Beitrag richtet sich an junge Filmschaffende, die Film nicht nur als Medium des Erzählens, sondern als experimentelles Instrument des Denkens nutzen wollen.
Moderation: Simon Feller
Für Studierende der HS Offenburg, unter Vorlage ihres Oskars kostenfrei, regulär 5,00 € – Tickets gibts direkt im Forum.
Donnerstag 23. April 13.00 Uhr, Radio Gaga
Kaffeeklatsch – Die Selbstdarstellung der Regie
Michaela Kobsa-Mark, Adrian Schwartz
Wer macht eigentlich einen Film und wie transparent sind die Absichten dieser Person? In einem Film tritt die Regie manchmal mehr und manchmal weniger in den Vordergrund. Anhand verschiedener Filmausschnitte laden wir Filmschauende und Filmstudierende dazu ein, mit uns zu diskutieren, welche Fragen die Selbstdarstellung der Regie im Film bei uns auslöst.
Von der scheinbar rein beobachtenden Haltung der Fly on the Wall bis zur dreisten selbstdarstellerischen Performance spielt die Regie in jedem Film immer eine Rolle. In einem Film bleibt sie scheinbar unsichtbar und ungehört, in einem anderen taucht sie als fragende oder anklagende Stimme auf. In einem dritten Film sieht man sie im Bild – als Regieperson oder als Protagonist:in. Vielleicht spielt sie sich selbst, vielleicht übernimmt sie eine komplett neue Rolle. Immer jedoch scheint die Regie Dreh- und Angelpunkt eines filmischen Vorhabens. Was löst es bei uns Zuschauenden aus, wenn die Regie im Film in Erscheinung tritt? Wann ist die Selbstdarstellung der Regie ein adäquates Mittel der filmischen Erzählung und wann geht sie zu weit? Wie führt sie zu Fragen von Authentizität, Macht und Legitimation?
Wir laden euch dazu ein, bei Kaffee und Kuchen, von Varda bis Schlingensief, kritisch über die Spannbreite der Selbstdarstellungen der Regie und ihre Wirkweisen zu diskutieren. Gemeinsam wollen wir herausfinden, welchen Einfluss die Rolle der Regie auf unsere Wahrnehmung hat und wie sie der filmischen Darstellung dient.
Freitag 24. April 2026 11.00 Uhr flow86 – Rooftop – Am Alten Schlachthof 14 | Eintritt frei
Rooftop Festivalbrunch – im flow86
Brunchen, Netzwerken – die Sonne geniessen, bevor es wieder ins Kino geht! Jede*r ist willkommen!
Freitag 24. April 2026 16.00 Uhr FORUM Offenburg, Kino 8
Mittellangfim: Lehitraot (2026) Paneldiskussion mit Joshua Ewert (Drehbuch & Kamera) mit Kevin Harfiel & Sabine Burg des Sousa Ferreira
Für Studierende der HS Offenburg, unter Vorlage ihres Oskars kostenfrei, regulär 5,00 € – Tickets gibts direkt im Forum.
1998: Paul lebt zurückgezogen an der deutsch-französischen Grenze. Seine Pflegerin und Freundin Léa besucht ihn täglich und bringt mit ihrer Neugier und lebendigen Art neuen Schwung in seinen Alltag. Eines Tages entdeckt Léa eine geheimnisvolle Kiste voller Gegenstände aus der Vergangenheit. Als sie Paul darauf anspricht, öffnet sich ein Fenster in seine Erinnerungen – zurück in den Sommer 1940, als Paul eine außergewöhnliche Freundschaft mit Samuel, einem deutschen Juden, schloss.
Im Anschluss an die Vorführung des Mittellangfilms Lehitraot laden wir zu einem Filmgespräch mit Mitgliedern des Filmteams ein. Zu Gast sind der Drehbuchautor und Kameramann des Films Joshua Ewert sowie der freie Kameramann Kevin Hartfiel, ehemaliger Kameraassistent an der Hochschule Offenburg. Gemeinsam geben sie Einblicke in die Entstehung des Films, sprechen über die Entwicklung der Geschichte, die visuelle Gestaltung und die Herausforderungen bei der filmischen Umsetzung eines historischen Stoffes.
Moderiert wird das Gespräch von Prof. Sabine Burg de Sousa Ferreira von der Hochschule Offenburg. Das Publikum erhält dabei die Gelegenheit, mehr über den Prozess hinter dem Film zu erfahren.
